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Credit: Konstantin Börner

Keynote »Digital Renaissance« – die Kunst des selbstbestimmten Denkens im Digitalzeitalter

Wie fühlt sich unsere Zeit heute an? Alle reden von Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und totaler Vernetzung – und das nicht erst seit der Pandemie. Die Digital-Utopisten schwören uns ein auf eine tolle Zukunft – „engineering the future“ ist das Mantra unserer Zeit. Aber im echten Leben fühlt sich das irgendwie ganz anders an. Eigentlich sitzen wir doch nur in Calls und arbeiten roboterartig E-Mail Inbox und Kalender ab. Unser eigenes Denken ist von den Algorithmen und von außen auf uns einprasselnden Push-Notifications total fragmentiert. Wenn wir mal ganz ehrlich sind, sehen wir den Sinn hinter dem, was wir in der Arbeit und im Leben so tun, schon lange nicht mehr. Und obendrein eint unsere Generation ein verstörendes Grundgefühl, über das wir nur hinter vorgehaltener Hand reden: dass die Welt, wie wir sie kannten, sich unter unseren Fingern aufzulösen scheint. Können wir so in die Zukunft des Digitalzeitalters starten?

»Wir optimieren Schlaf, Partnersuche, Ernährung und unser Aktienportfolio. Wir tracken Schritte, lesen rund um die Uhr News, sammeln Follower und nutzen jede Sekunde des Tages effizient. Aber was unser Denken betrifft – das langsame, tiefe Denken – da sind wir sehr nachlässig. Dafür gibt es keine App.« 

Impulsvortrag / Keynote »Digital Renaissance«

Wenn wir so weitermachen, endet jeder Einzelne von uns in der digitalen Depression – total gestresst, fremdgesteuert und vor allem sinnentleert. Als die Generation am Hebel stehen wir vor einem echten Dilemma: Diese Zeiten des Umbruchs erfordern neues, innovatives und eigenständiges Denken; aber niemand hat Zeit dazu – oder haben wir es gar verlernt?
Aber wäre es in diesen Zeiten nicht am allerwichtigsten, für jeden Einzelnen genauso wie für Unternehmen, uns unsere Denkräume zurückzuerobern, aus der Technologie-Monokausalitis auszubrechen, unser fragmentiertes Denken wieder zusammenzufügen, Kreativprozesse und Wissenskreisläufe in Gang zu setzen und neue Erklärungsmodelle zu finden, wie die Welt im Digitalzeitalter funktioniert? Wie wir wirklich Dinge verändern können?

»Die einzige philosophische Leitlinie, über die sich der Mensch des 21. Jahrhunderts definiert, scheint zu sein ‘Du bist was du isst’. Was wäre, wenn wir uns mit der gleichen Besessenheit um unsere geistige Nahrung kümmern würden: ‘Du bist was du denkst’?«  

 

Hier kannst du das Abstract zu Julias Keynote »Digital Renaissance« runterladen

Über Julia Peglow

Julia Peglow ist kein Digital Native. Sie gehört als Kind der 1970er Jahre der Generation an, die mit einem Bein im analogen und mit dem anderen im digitalen Zeitalter steht. Julia studierte Kommunikationsdesign in Deutschland und England und war zwanzig Jahre als strategische Beraterin und Geschäftsführerin für internationale Branding- und UX-Agenturen in London, Berlin und München tätig. Sie kommt aus dem digitalen Sturm – sie war einer der Treiber.

2017 beschloss sie, anders zu arbeiten, um »wieder Zeit zum Nachdenken zu haben« und sich an ihr Langzeitprojekt zu machen: als Chronistin über unsere merkwürdige Übergangszeit, das Digitalzeitalter, zu schreiben. 2021 erschien ihr Buch »Wir Internetkinder« – ein Appell, der digitalen Welt mit einer anderen Haltung gegenüber zu treten.

W&V kürte Julia als einen von »100 Köpfe« – people to watch 2022, sie unterrichtet als Dozentin im Master »Strategische Gestaltung« an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd, schreibt eine Kolumne über Kreativität im Digitalzeitalter in der t3n und regelmäßig auf ihrem Blog diary of the digital age.

 

Julia Peglows Thesen

  1. Culture Clash: Während die Welt auf ihrer Flugbahn mit exponentieller Beschleunigung in die Zukunft rast, stecken wir in unserer Arbeit, in den Unternehmen, in Strukturen fest wie vor einhundert Jahren.
  2. Generationen-Echokammer: Das Wissen im omnipräsenten Netz ist nicht älter als 30 Jahre, besitzt eine extrem kurze Halbwertszeit, wir konsumieren es schnell und zusammenhangslos. Altes Wissen, größere Zusammenhänge und Weisheit gehen uns durch die digitale Zäsur verloren.
  3. Gespaltene Realität: Durch die Macht der digitalen Welt und befeuert durch Algorithmen, die um jeden von uns eine Ego-Bubble rendern, verlieren wir unsere gemeinsame Wirklichkeit.
  4. Kreativität als Maxime: Wir sind umgeben von digitalen und unternehmerischen Strukturen, die das menschliche Denken hacken. Dabei brauchen wir unsere Kreativität mehr denn je, um die Probleme, vor denen wir stehen, lösen zu können.
  5. Leben first – Technology second: Wir führen einen rein monokausalen Diskurs über Technologie, es fehlen die philosophische, soziologische, psychologische, ethische Perspektive. Wir müssen mehrdimensionaler werden.
  6. Ära der Macher: Reden und machen haben sich in den Strukturen meilenweit voneinander entfernt. Wir brauchen eine Philosophie des Machens: Um durch Machen zu neuen Ideen zu kommen und neue Ideen in die Tat umzusetzen.
  7. Digital Renaissance: Wir müssen das große Bild sehen, uns Kreativität und selbstbestimmtes Denken zurückerobern – die Rückkehr zum Denken!

Hier kannst du das Abstract zu Julias Keynote »Digital Renaissance« runterladen

Zielgruppe: Wen spricht das an?

  • Die Business-Generation der 1960er, 70er, 80er Jahrgänge, die gerade am Hebel ist in den Unternehmen der Automobil-/Tech-/IT-/Medien- und Kreativindustrie, deren Geschäft sich durch die Digitalisierung massiv verändert hat – und die trotzdem das Gefühl haben, die Möglichkeiten der Digitalisierung noch nicht optimal zu nutzen
  • Entscheider und Führungskräfte, die sich fragen, ob sie in der Hektik des Tagesgeschäfts manchmal total betriebsblind sind – und eine größere Sicht auf die Dinge, einen Perspektivwechsel wollen
  • Die Creative Class und Unternehmen des Wissenszeitalters, die mit ihrer kreativen Wertschöpfung zwar den wesentlichen Faktor für Innovation und Wirtschaftswachstum erschaffen – dies jedoch von ihren Auftraggebern nicht verstanden oder gewertschätzt sehen
  • Unternehmer:innen und Macher:innen ansprechen, die in den Organisationen des Digitalzeitalters eine neue selbstbestimmte Denkweise, Kreativität, frei fließende Wissenskreisläufe und neue Formen der Kollaboration vorantreiben wollen – und sich nicht länger von digitalen Algorithmen und Tools oder den alten, industriellen Denkstrukturen unterkriegen lassen möchten

»Es gibt keine unaufhaltsame Zukunft, der wir hoffnungslos ausgeliefert sind. Denn wir sind es, die sie schreiben!«

 

Buche Julia als Sprecherin

Eigentlich verbringt Julia als Autorin ja viel einsame Zeit mit Bücher schreiben. Aber genauso wichtig ist ihr die Teilnahme am Diskurs und der Austausch mit Zeitgenoss:innen! Besonders, nachdem wir uns seit der Corona-Krise endlich wieder in der echten Welt begegnen können.

Julia Peglow ist eine inspirierende und wortgewandte Sprecherin und steht mit telegenem Auftritt und ihren anspruchsvollen Themen als Keynote Speakerin auf den Bühnen der echten und der digitalen Welt. Julias Stärke ist, Themen, die die Zuhörer:innen aus den Unternehmensstrukturen und der Business-Welt nur allzu gut kennen, auf eine persönliche und zugleich übergeordnete, philosophische Ebene zu bringen, Fragen zu stellen, ein »Big Picture« zu zeichnen und neue Perspektiven aufzuzeigen. Sie wird deshalb als Keynote Speakerin und für Impulsvorträge auf deutsch und englisch gebucht.

Für Speaker-Anfragen wende dich an Julias Agentur:

Disrupting Minds
Speaker-Agentur für digitale Köpfe

Anna-Katharina Rose
anna@disruptingminds.com

Hier geht’s lang zu Julias Speaker-Porträt bei Disrupting Minds

Vorträge, Keynotes und Impulsvorträge u.a. für:

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